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Aufgebot

Zur Saisoneröffnung des Militärmuseums Full wird am 1.April 2007 erneut ein Detachement von Rost & Grünspan im Aktivdienststil auftreten. In diesem Jahr wird ein Wiederholungskurs unsere Leute vertieft mit Ausrüstung und Material vertraut machen.
Gleichsam wird dem Publikum das Wehrmannsleben jener Tage praktisch vermittelt. Aufgeboten sind alle Vereinsmitglieder die sich den Ordonnanzen 1926/1940 verbunden fühlen. Aktuar Martin Henke wird den Dienstbetrieb als Feldweibel in bewährter Manier führen.
Das Detachement unter Feldweibel Henke besteht nur aus Füsilieren (keine Spezialisten wie Sanitäter diesmal) wobei Büchsemachergefreiter Rebmann zugleich als Küchenchef fungiert und Füsilier Casanova beim Fassen als Küchengehilfe abdetachiert wird.

Unser Zelt nach technischem Reglement T31d:



Dienstplan Wiederholungskurs

Wir werden in Uniformen der Ordonnanzen 1926/40 gemäss Dienstplan öffentlich Schulung an Material und Ausrüstung betreiben, und dabei ein möglichst authentisches Bild vermitteln. Schwerpunkte liegen bei der Ausbildung an persönlicher Waffe und Korpswaffen.
Instruiert wird primär die Handhabung und Reinigung des Karabiners 1931 und der korrekte Umgang mit dem Leichten Maschinengewehr 1925. Zudem werden die Kenntnisse um den Gewehrgriff sowie die Ruhn- und Achtungsstellung aufgefrischt, gefolgt von einer Inspektion.
Drill:

Nach dem Aufbau von Zelt und Infrastruktur wird die Mannschaft zu Beginn des Dienstplanes im Drill geschult. Dabei sollen elementare Dinge wie die Ruhn- und Achtungsstellung mit Karabiner sowie der Gruss ohne Waffe und der Gewehrgriff vermittelt werden.
Ziel des Drills ist, dass das Detachement in der Lage ist überzeugend als Formation aufzutreten. Das Gedrillte wird vor dem Mittagessen im Rahmen einer Inspektion begutachtet. Dem Üben des Gewehrgriffs folgt die Waffeninstruktion als nächster Punkt.
Waffeninstruktion:

Die Ausbildung an der persönlichen Waffe (Karabiner 31) umfasst Waffenkunde, korrekte Handhabung sowie die praktische Reinigung jedes Karabiners mit dem Ordonnanzputzzeug. Wichtiger Schwerpunkt: Laden und Entladen (nur mit Manipuliermunition im roten Lader!).
Die Korpswaffenausbildung wird sich schwerpunktmässig mit dem Lmg25 befassen. Instruiert werden Handhabung inklusive Laden, Entladen und Laufwechsel sowie Trag- und Vorgehensweisen im Feld. Die Waffenkunde vermittelt technisches Wissen zum Lmg25.



Mittagessen und Ausgang:

Der Waffeninstruktion folgt vor dem Mittagessen eine Inspektion bezüglich Drill und Karabiner. Anschliessend werden die Waffen im Park deponiert. Zum Mittagessen wird Tenüerleichterung befohlen (ohne Waffenrock) und Gamelle sowie Besteck sind vorzuholen.
Der Feldweibel inspiziert vor dem Fassen Gamellen und Besteck auf Sauberkeit. Das Kader wird nach dem Fassen durch die Mannschaft das Essen am Kadertisch separat einnehmen. Küchenchef und Ordonnanz stehen dem Kader während des Essens zu Verfügung.
Nach dem Essen und dem Reinigen von Besteck und Gamelle tritt das Detachement (ausgenommen Küchenchef) im Ausgangstenü (Waffenrock, Policemütze, Ceinturon und Seitengewehr) zum Verlesen an und wird in den Ausgang im Rayon Militärmuseum entlassen.
Ausbildung an Korpswaffen:

Nach dem Ausgang rüstet sich die Mannschaft vor dem Antrittsverlesen bei Materialpark feldmässig aus und tritt mit Karabiner und Stahlhelm zum Antrittsverlesen an. Danach erfolgt die Ausbildung an den Korpswaffen, primär am Lmg25.
Ziel des Ausbildung ist es, dass jeder Mann die Handhabung des Leichten Maschinengewehrs 1925 inklusive Laufwechsel beherrscht. Der Ausbildung am Lmg folgt je nach Fall und Verfügbarkeit Ausbildung am Maschinengewehr 1911 oder an der Maschinenpistole 43.



Retabilieren und Abtreten:

Nach Abschluss der Ausbildung an den Korpswaffen wird zum Retablieren übergegangen. Das persönliche Material wird zum Verlad gepackt und Zelt wie Infrastruktur werden abgebaut. Nach Abschluss des Retablierens tritt das Detachement zum Abtreten an und wird entlassen.

Beim Einrücken zu beachten:

Das Mittagessen wird aus der Kochkiste gefasst. Die Angehörigen des Detachements müssen mit gut gereinigter Gamelle und sauberem Besteck einrücken weil sie damit essen. Gleiches gilt für Feldflaschen aus denen der ausgegebene Tee getrunken wird.
Der Tagesablauf wird militärisch geprägt sein um dem Publikum ein authentisches Bild zu vermitteln. Der Dienstplan sichert diesen Ablauf. Das Logistikzelt gibt mit Wolldecken Raum zum Ausruhen in Pausen, der Ausgang bietet Möglichkeit das Museum zu besuchen.
Das Detachement ist einheitlich mit dem Karabiner 1931 und dem zugehörigen Bajonett bewaffnet. Der Haarschnitt ist dermassen dass die Haare den Kragen des Waffenrocks hinten nicht berühren, das Gesicht ist rasiert wie es für die Gasmaske erforderlich ist.



Material des Wehrmannes:

- Waffenrock Ordonnanz 26 oder 40 (Infanterie)
- Hemd (zeitgenössisch Zivil wie 2006)
- Ordonnanzhose 26
- Individuelles Verbandspäckchen
- Erkennungsmarke
- Nagelschuhe
- Gasmaskensack
- Helm 18/43 (Schwarz)
- Tarnbezug Helm (Schnurzug, nicht Haken)
- Ceinturon
- Gabeltragriemen
- Patronentaschen
- Dolchbajonett 18 mit Frosch
Tornister Ordonnanz 1942:

- Seife mit Schale
- Zahnbürste
- Mannsputzzeug vollständig
- Anstreichbürste
- Gewehrputzzeug
- Handtuch
- Waschlappen
Im Deckel:

- Dienstbüchlein
- Schiessbüchlein
Unter dem Deckel aufgeschnallt:

- Zeltblache 01 getarnt mit eingezogener Schnur
Auf dem Tornister aufgeschnallt:

- gerollter Kaput, mit vier Packriemen montiert
- Zelttasche, oben auf Kaput mit den beiden oberen Packriemen fixiert
- Brotsack (Feldflasche, Essbesteck, Soldatenmesser)
- Gamelle, mit einem Packriemen montiert
- Schanzwerkzeug (Spaten, Pickelhaue oder Beil, je nach Charge)



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