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Aufgebot

Zum 2.Internationalen Militärfahrzeug-Treffen beim Militärmuseum Full wird Rost & Grünspan am 09./10.Juni 2007 wieder in Aktivdienstuniformen auftreten und einen Kommandoposten einer Stabs-Kompanie im Feld um 1943/44 präsentieren.
Dem Publikum soll ein Kommandoposten jener Tage zum Anfassen vermittelt werden, wobei selbstverständlich auch allgemeine soldatische Ausbildung auf dem Plan steht. Aufgeboten sind alle Vereinsmitglieder die sich den Ordonnanzen 1926/1940 verbunden fühlen.
Die Postenbesatzung wird von Feldweibel Henke geführt und unter dem Kommando eines Offiziers stehen. Telefon-Korporal Schlenker hat die Kommunikationsmittel unter sich und Gefreiter Rebmann wird sowohl als Schreiber als auch als Küchenchef fungieren.

Hohes Firstzelt nach technischem Reglement T31d:

Unser Zelt wird im Gegensatz zur Abbildung vier Planen in der Länge messen, und auf der einen Seite werden die vier zentralen Planen zu einem Vordach hochgespannt. Dadurch entsteht dort zugleich Raum für den Nachrichtentisch des Postens und ein Eingang. Das Zelt wird 662 Zentimeter lang und 326 Zentimeter breit bei einer Höhe von 220 Zentimetern.



Details zum Kommandoposten

Für einen Kommandoposten ist Kommunikation von vitaler Bedeutung. Daher werden dem Publikum die Feldtelefone der Modelle 1925 und 1941 sowie das Armeetelefon 1932 präsentiert. Ein Nachrichtentisch dient zum Studium und zur Auswertung von Kartenmaterial.
Auch Beobachtungsgerät und optische Signalmittel werden zu sehen sein. Die Postenbesatzung wird Croquis nach eingehenden Erkenntnissen erstellen und der Kommandant wird darauf basierende Befehle erlassen. Auch die normale soldatische Schulung wird zum Zuge kommen.



Das Feldtelefon 41, entwickelt durch die Firma Autophon AG in Solothurn und in einer Stückzahl von 900 Exemplaren von 1942 bis 1944 beschafft. Das Nachfolgemodell des Feldtelefons 25 wird im Kommandoposten in Full zu sehen sein.

Ausbildung:

Die allgemeine Ausbildung des Wehrmannes umfasst diesmal die Handhabung mit seiner persönlichen Waffe, dem Karabiner 1911 und dem Langgewehr 1931. Darin inbegriffen ist das Drillen des Ladeschritts und die Reinigung der Waffe mit dem Putzzeug nach Reglement.
Damit die Truppe nicht aus der Übung gerät, werden erneut der Gewehrgriff und die grundlegenden Elemente der Soldatenschule auf dem Dienstplan stehen. Fachlich wird sich die Postenbesatzung in der Handhabung des Telefonmaterials und der Nachrichtenarbeit üben.

Mittagessen und Ausgang:

Das Essen wird wiederum feldmässig in der Selbstkochkiste und mit den Gamellen über der Kochgrube bereitet. Erlaubt ist das Mitnehmen von authentischen (und haltbaren) Nahrungsmitteln zur Ergänzung, wie von Füsilier Casanova beim WK im April praktiziert.
Der Feldweibel inspiziert vor Mittag Gamellen und Besteck auf Sauberkeit. Nach dem Essen erfolgt ein einstündiger Ausgang (Waffenrock, Policemütze, Ceinturon und Seitengewehr) im Rayon Militärmuseum. Der Küchenchef retabliert in dieser Zeit das Küchenmaterial.

Gesunderhaltung der Truppe:

Es ist zu erwarten dass dies ein heisser Dienst unter warmer Sonne wird. Regelmässiges Trinken ist daher wichtig. Es wird im Zelt ständig einen Bestand an Trinkwasser haben. Wer sich unwohl fühlt melde sich bei Feldweibel oder Korporal, die nötiges veranlassen werden.
Im Posten wird ein Sanitätstornister mit Originalmaterial zu Demonstrationszwecken stehen. Medizin und Verbände sind über 60 Jahre alt und keinesfalls zu verwenden! Für Notfälle wird im Kommandozelt eine aktuelle Erste-Hilfe-Apotheke bereitliegen.
Die Truppe bewegt sich bei sonnigem Wetter viel im Freien - Sonnencrème empfohlen. Auf Zecken achten, am besten hohe Socken tragen und Hosenbeine eng knöpfen. Die empfohlene Impfung schützt nur gegen Menegitis aber nicht gegen Lyme-Borreliose.



Beim Einrücken zu beachten:

Das Essen wird aus der Kochkiste gefasst oder in der Gamelle gekocht. Die Mannschaft muss mit gut gereinigter Gamelle und sauberem Besteck einrücken um damit zu essen. Gleiches gilt für Feldflaschen aus denen der ausgegebene Tee getrunken wird.
Der Tagesablauf wird militärische Züge tragen um dem Publikum ein authentisches Bild zu vermitteln. Der Feldweibel ordnet den Ablauf, unterstützt vom Korporal. Das Zelt bietet Raum zum Ausruhen in Pausen, der Ausgang gibt Möglichkeit das Museum zu besuchen.
Die Truppe ist mit Karabiner 31 und Bajonett, der Telefon-Korporal mit Karabiner 11 und Faschinenmesser bewaffnet. Der Haarschnitt ist dermassen dass die Haare den Kragen des Waffenrocks nicht berühren, das Gesicht ist rasiert wie es für die Gasmaske erforderlich ist.



Material des Wehrmannes:

- Waffenrock Ordonnanz 26 oder 40 (Infanterie)
- Hemd (zeitgenössisch Zivil wie April 2007)
- Ordonnanzhose 26
- Individuelles Verbandspäckchen
- Erkennungsmarke
- Nagelschuhe
- Gasmaskensack
- Helm 18 (Grün)
- Tarnbezug Helm (Schnurzug, nicht Haken)
- Ceinturon
- Gabeltragriemen
- Patronentaschen
- Dolchbajonett 18 mit Frosch (Mannschaft)
- Faschinenmesser/Sägebajonett 14 (Telefon-Korporal)
Tornister Ordonnanz 1942:

- Seife mit Schale
- Zahnbürste
- Mannsputzzeug vollständig
- Anstreichbürste
- Gewehrputzzeug
- Handtuch
- Waschlappen
Im Deckel:

- Dienstbüchlein
- Schiessbüchlein
Unter dem Deckel aufgeschnallt:

- Zeltblache 01 getarnt mit eingezogener Schnur
Auf dem Tornister aufgeschnallt:

- gerollter Kaput, mit vier Packriemen montiert
- Zelttasche, oben auf Kaput mit den beiden oberen Packriemen fixiert
- Brotsack (Feldflasche, Essbesteck, Soldatenmesser)
- Gamelle, mit einem Packriemen montiert
- Schanzwerkzeug (Spaten, Pickelhaue oder Beil, je nach Charge)



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