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Aufgebot

Zum Sommerfest des Militärmuseums Full wird ein Detachement von Rost & Grünspan im Stil des Aktivdiensts auftreten. Schwergewicht des Auftritts wird der Sonntag sein. Das Detachement unter Feldweibel Henke besteht aus Korporal Schlenker, Büchsemachergefreiter und Küchenchef Rebmann) und den einrückenden Füsilieren.
Unser Thema wird der Nahkampf sein. Geschult wird das Bajonettfechten, Handgranatenwerfen und der Kampf mit dem Schanzspaten. Aufgeboten sind alle Vereinsmitglieder die sich den Ordonnanzen 1926/1940 verbunden fühlen. Aktuar Martin Henke wird den Auftritt als Feldweibel organisieren.



Dienstplan Wiederholungskurs

Für jene die am Samstag bereits einrücken können, bestimmt der Feldweibel flexibel das Tagesprogramm. Unser Display wird auf einer Wiese im Eingangsbereich des Museums nahe den Eisenbahnscheinen liegen, gut sichtbar an der Strasse. Dort wäre am Samstag um 08.30 Uhr Besammlung.
Am Sonntag ist um 08.30 Uhr fŸr die bereits Eingerückten am selben Ort Besammlung für das intensivere Tragesprogramm. Um 09.30 Uhr soll die Materialausgabe beim Materialmagazin beendet sein und jeder Wehrmann rüstet sich mit seiner Uniform und seinem Material aus. Der Küchenchef bereitet indes die Kochstelle und die Kochkiste für den späteren Küchendienst vor.
Um 10.00 Uhr sind alle Wehrmänner inklusive Küchenchef mit leichter Ausrüstung (Stahlhelm, Gurtzeug komplett) und mit Stallbluse als Oberbekleidung bereit zur Ausbildung. Unterrichtet wird zu je zwei Mann Bajonettfechten und Kampf mit dem Schanzspaten gemäss Reglement.
Nahkampf:

Die Nahkampfausbildung umfasst das Bajonettfechten und den Kampf mit dem Schanzspaten. Dabei sollen verscheidene Vorgehensweisen zum Angriff und zur Verteidigung geübt werden. Zu zweit werden die entsprechenden Bewegungen geübt, wie etwa der tiefe Stoss mit dem Bajonett oder das Parieren eines Stosses.
Beim Kampf mit dem Schanzspaten werden Techniken des Schlages, der Abwehr und der Entwaffnung geschult. Sowohl beim Bajonettfechten als auch beim Kampf mit dem Spaten wird ganze Körpereinsatz gefordert, weshalb die Stallbluse als Oberbekleidung gefasst wird. Ziel ist es, die Bewegungen zu kennen, nicht den Drillgegner um jeden Preis zu bezwingen!
Mittagessen und Nachmittagsprogramm:

Die Küchenmannschaft scheidet um 11.30 Uhr aus dem Unterricht aus um an der Kochstelle das Mittagessen zu bereiten. Essen wird um 12.30 Uhr gefasst, nach dem Essen fakultativer Ausgang (Ausgangstenü mit Waffenrock, Ceinturon und Bajonett) ins Museum. Um 14.00 Uhr tritt die Mannschaft R&G wieder zum Dienst an.
Es folgt die Schulung zur Handhabung der Handgranate 43. Dies beinhaltet das korrekte und zielsichere Werfen sowie das Verhalten vor und während der Detonation und den Angriff danach. Um 15.00 Uhr erfolgt das Retablieren der persönlichen Ausrüstung mit Inspektion. Gegen 16.00 Uhr erfolgt der Abbau des Biwaks.



Besonders zu beachten:

Die Nahkampfausbildung ist zwar körperlich anspruchsvoll, aber es keine Verletzungen geben. Die Scheiden bleiben auf den aufgepflanzten Bajonetten beim Fechen, und der Schanzspaten wird im Futteral benutzt. Es werden keine Bajonettstösse über Brusthöhe geübt. Stösse oder Schläge werden stets nur halb geführt. Einzig Parieren und Entwaffnen wird konsequent geübt.
Zum Bajonettfechten werden eigens bereits gebrauchte Karabiner ausgegeben. Alle Bewegungen werden anfangs langsam geübt, bis genug Sicherheit für einen schnelleren Ablauf gewährleistet ist. Der Feldweibel überwacht den Unterricht mit besonderem Augenmerk auf die Sicherheit und den nötigen Abstand zum Publikum. Für alle Fälle steht wie üblich der Verbandskasten im Zelt.
Das Mittagessen wird aus der Kochkiste gefasst. Die Angehörigen des Detachements müssen mit gut gereinigter Gamelle und sauberem Besteck einrücken weil sie damit essen. Gleiches gilt für Feldflaschen aus denen der ausgegebene Tee getrunken wird.
Das Detachement ist einheitlich mit dem Karabiner 1931 und dem zugehörigen Bajonett bewaffnet. Der Haarschnitt ist dermassen dass die Haare den Kragen des Waffenrocks hinten nicht berühren, das Gesicht ist rasiert wie es für die Gasmaske erforderlich ist.

Material des Wehrmannes:

- ausgegeben wird jenen die keine haben die Stallbluse
- Waffenrock Ordonnanz 26 oder 40 (Infanterie)
- Hemd (zeitgenössisch Zivil wie 2007)
- Ordonnanzhose 26
- Individuelles Verbandspäckchen
- Erkennungsmarke
- Nagelschuhe
- Gasmaskensack
- Helm 1918 (Grün)
- Ceinturon
- Gabeltragriemen
- Patronentaschen
- Dolchbajonett 18 mit Frosch
Tornister Ordonnanz 1942:

- Seife mit Schale
- Zahnbürste
- Mannsputzzeug vollständig
- Anstreichbürste
- Gewehrputzzeug
- Handtuch
- Waschlappen
Im Deckel:

- Dienstbüchlein
- Schiessbüchlein
Unter dem Deckel aufgeschnallt:

- Zeltblache 01 getarnt mit eingezogener Schnur
Auf dem Tornister aufgeschnallt:

- gerollter Kaput, mit vier Packriemen montiert
- Zelttasche, oben auf Kaput mit den beiden oberen Packriemen fixiert
- Brotsack (Feldflasche, Essbesteck, Soldatenmesser)
- Gamelle, mit einem Packriemen montiert
- Schanzwerkzeug (Spaten, Pickelhaue oder Beil, je nach Charge)



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