kokarde
zurueck
Die Waffen des Schweizer Soldaten
Das Infanteriegewehr Ord.1817/42/59

Im Bestreben die vorhandenen Bestände an Gewehren nach der Abänderung auf Perkussion 1842 erneut in ihrer Leistung zu steigern erhielten viele Gewehre Züge in die bislang glatten Läufe eingezogen.

Mit dieser Modifikation 1859 nach dem System Prélaz-Burnand wurde die Schussleistung von 200 Schritt auf deren 800 gesteigert. Für diese Distanz war allerdings das Zielen mit dem alten Kimmenvisier unmöglich.

Daher wurde auf den Lauf des Gewehrs ein umklappbares Leiervisier aufgelöstet, welches es ermöglichte die Schussdistanz des nunmehr wesentlich präziseren Gewehrs flexibel einzustellen.

Infanteriegewehr Ordonnanz 1817/42/59

bild anklicken
Das Infanteriegewehr Ord.1817/42

Mit dem Wechsel zum Perkussionssystem gemäss Beschluss durch den eidgenössischen Kriegsrat vom 13.April 1842, wurden nebst dem neu eingeführten Gewehr Modell 1842 auch alte Steinschlossmodelle 1817 umgerüstet.

Importierte französische Gewehre Modell 1777 wurden auf Perkussion umgebaut wie das vorliegende Exemplar. Dabei wurde das Steinschloss durch ein Schloss für Zündhütchen ersetzt und der Lauf mit einem Piston versehen.

Angemerkt sei, dass die nach Methoden des 18./19.Jh gefertigten Waffen nie ganz baugleich in ihren Massen waren und nach weiteren Änderungen zum Beispiel in den Abmessungen des hölzernen Kolbens voneinander abwichen.

Infanteriegewehr Ordonnanz 1817/42/59

bild anklicken

zurück